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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein direkter Zusammenhang zwischen bestimmten Bakterienarten und einer rheumatischen Erkrankung besteht.
Schon lange wurde vermutet, dass körpereigene Bakterien so genannte Autoimmunerkrankungen fördern können. Bei rheumatischen Erkrankungen wurde nun ein Zusammenhang zwischen Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und Darmerkrankungen festgestellt. Bei Rheuma-Patienten finden sich andere bakterielle Zusammensetzungen als bei gesunden Menschen: Zum Beispiel konnten spezielle Bakterien (vor allem Prevotella-Bakterien) in einer hohen Anzahl im Darm als auch in der Mundhöhle nachgewiesen werden. Bei den gesunden Vergleichsteilnehmern war die Bakterienanzahl deutlich geringer.
Da viele Rheuma-Patienten darüber hinaus bereits früh an Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis erkrankten, haben die Forscher eine weitere These formuliert: Dass die veränderte Bakterienflora bei Rheuma-Patienten das Gleichgewicht von entzündungsfördernden und entzündungshemmenden stört und so Zahnfleischerkrankungen begünstigt. Die weiterführende Studie hat bereits begonnen: Darin wird untersucht, ob eine rechtzeitige Therapie mit Antibiotika ein Fortschreiten der rheumatischen Erkrankung verzögern kann.
Quellen: Welt online, Netdoktor.de